FEUERTAUFE IN DER GRÜNEN HÖLLE – PLATZ 2 IN DER KLASSE EINGEFAHREN!

Dienstag, den 2. Juni 2009

Die „grüne Hölle“ wird sie ehrfürchtig genannt, die längste und anspruchsvollste Rennstrecke der Welt.
Und 24 Stunden auf ihr zu bestehen ist eine Grenzerfahrung.Denn wie keine andere Rennstrecke stellt die Nürburgring-Nordschleife Fahrer und Fahrzeuge auf die Probe und verzeiht keine Fehler. In seiner 37. Auflage stellten sich dieser Herausforderung 170 Teams mit Fahrzeugen unterschiedlichster Hersteller und Leistungsklassen. Es traten wie jedes Jahr wagemutige Hobbypiloten, mit dem eher olympischen Gedanken des „Dabeiseins“, gegen ehrgeizige Werksteams und das „Who is who“ des internationalen Tourenwagensports an. Und es war wieder eine Rennveranstaltung der Superlative. Insgesamt strömten in diesem Jahr ca. 235.000 motorsportbegeisterte Fans an den Traditionskurs in die Eifel, um das weltweit größte Motorsportereignis hautnah mitzuerleben.

Für den neuen MS RACING taxofit-Langstrecken-Porsche war es die Feuertaufe. Aber von Anfang an lief alles nahezu perfekt. Die Piloten Harald Böttner (CH),  Marco Poltera (CH), Ralph Stoll (D), Hans Stukenbrock (D) spulten ihre Pflichtrunden im verregneten ersten Zeittraining problemlos und ohne Zwischenfälle ab. Im trockenen zweiten Zeittraining reichte Ralph Stoll eine einzige Runde, um den Porsche in der von BMW dominierten Klasse der Serienwagen bis 3500ccm auf die Poleposition zu stellen; damit verwies er den ebenfalls sehr starken BMW M3 vom Sartorius Team Black Falcon auf den zweiten Platz.

Für das zweite MS RACING Team mit Andreas Böttner (D), Paul Martin Dose (D), Armin Holz (D), Timm Meinrenken (D)) auf dem BMW M3 war die Veranstaltung bereits im zweiten Zeittraining beendet. Zehn Minuten vor Schluß kollidierte der M3, pilotiert von Armin Holz, im Streckenabschnitt „Kesselchen“ mit dem Porsche 911 GT3 Cup vom Team Weiland und schlug hart in die Leitplanke ein. Das Fahrzeug war durch den Unfall leider so stark beschädigt, dass eine Reparatur bis zum Rennstart am nächsten Tag unmöglich war. Der Weiland-Porsche trug nur einen leichten Schaden davon und konnte seine Fahrt fortsetzen. Armin Holz kam glücklicherweise, von einigen Prellungen abgesehen, mit dem Schrecken davon. „Dass das Rennen für uns vorbei war bevor es angefangen hat, ist natürlich bitter. Aber so läuft es manchmal im Motorsport, und speziell auf der Nordschleife kann es ganz schnell gehen. Wir sind aber alle in erster Linie heilfroh dass Armin nichts passiert ist“, so Andreas Böttner.

Am Samstag um 16.00 Uhr schaltete die Startampel auf Grün. Der BMW M3 vom Sartorius Team Black Falcon konnte das Startduell zunächst für sich entscheiden, jedoch eroberte Ralph Stoll die Pole schnell zurück und setzte sich im ersten Stint deutlich von den Verfolgern in der Klasse ab. Nebenbei brannte Stoll noch die schnellste Rennrunde in den Asphalt. Doch der stark besetzte Black Falcon M3 kämpfte sich mit konstant schnellen Runden im Rennverlauf wieder heran, konnte dann auch bald vorbeiziehen und gab die Führung bis zum Rennende nicht mehr ab. Der taxofit-Porsche fuhr ebenfalls ohne nennenswerte Defekte souverän die 24 Stunden bis zum Ende durch und belegte, mit einem Rückstand von nur einer Runde auf den Klassenersten, einen jederzeit ungefährdeten zweiten Platz. Im Gesamtklassement bedeutete das die 45ste Position. „Das war ein großartiges Rennen und unser ganzes Team hat einen tollen Job gemacht. Vor allem Thomas Gassert, der das Auto von Grund auf neu aufgebaut hat, und Ralph Stoll, der das Auto perfekt abgestimmt hat, gebührt ein besonders dickes Lob!“, so Harald Böttner.

An der Spitze konnte sich das Team Manthey mit dem Porsche GT3 RSR gegen die Audi R8-Armada durchsetzen und damit seine Erfolgsserie fortsetzen. Zum vierten Mal in Folge fuhr die Mannschaft von Teamchef Olaf Manthey den Gesamtsieg beim 24H-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife ein. Gratulation!